Unsere Chronik

Die Entwicklung unseres Unternehmens

Die Chronik unserer Ingenieurtätigkeit beginnt 1959 mit den Gründern Prof. Scheer und Dr. Heinz Weihermüller und wird seit dem Beginn der 90-iger Jahre von Dr. Wolfgang Vogel als „Gesellschaft Beratender Ingenieure mbH“ mit Partnern und Team fortgesetzt.

Das Büro befindet sich gerade in der Umstrukturierung zu einer 3. Generation kompetenter Ingenieure, die sich mit der Erfahrung von 56 Jahren Ingenieurtätigkeit den künftigen Anforderungen unseres Berufs und den veränderten Randbedingungen erfolgreich stellen.

Am besten wird unsere Ingenieurtätigkeit durch eine kleine Chronik einiger Projekte verdeutlicht, zu denen wir im Lauf der Jahre unseren Beitrag leisten durften.

  • Versetzung des Tempels von Abu Simbel
  • Sanierung von Fertigungshallen der Firma Hoesch in Bergsenkungsgebieten
  • Sauertalbrücke
  • Talbrücke Wommen
  • Theodor-Heuss-Brücke Wiesbaden
  • Telekommunikationstower in Kuala Lumpur
  • Lindencorso in Berlin
  • Bühnenhaus Bolshoi Theater Moskau
  • Hauptbahnhof Wiesbaden – Generalsanierung
  • Neubau Osthafenbrücke in Frankfurt
  • Schiersteiner Brücke

Abu Simbel

Umbau und Versetzung des Tempels    

1964, in letzter Stunde vor dem Bau und Fluten des Assuanstaudammes fand sich eine Arge von 7 Firmen aus 5 Nationen zusammen, unter Beteiligung der Hochtief AG aus Deutschland.

Ziel war es, den Tempel landeinwärts wieder aufzubauen.

65 m höher und 180 m landeinwärts entstand der Wiederaufbau des Tempels mit Hilfe von Stahlkuppeln und den 1036 zuvor auseinandergeschnittenen und katalogisierten Blöcken.

Das innere des Tempels wird teilweise hängend von den Stahlkuppeln gehalten – der Durchmesser der Kuppel des großen Tempels misst 140 m.

Unsere Leistung: Statische und konstruktive Bearbeitung der Gerüste und der Konstruktion der stählernen Kuppel

1963-1968

am Anfang war Geschichte

1976-2008

die Produktion muss weitergehen

Verstärkung der Fertigungshallen der Hoesch Präzisrohrwerke in Hamm                 

Nach dem unterirdischen Abbau der Kohle kam es zu großwelligen Mulden infolge von Bergsenkungen unter den Fertigungshallen. Mit Hilfe von Nachrechnungen der Tragkonstruktion der Fertigungshallen nach dem Traglastverfahren gelang es in mehreren zeitlich aufeinander folgenden Ertüchtigungsschritten durch Verstärkung und Anhebung der Stützenfüße die Hallen standsicher und die Fertigung aufrecht zu halten.

Unsere Leistung: Nachrechnung und Entwurf von Verstärkungsmaßnahmen

Sauertalbrücke

Der stählerne Überbau wurde in den Jahren 1984 bis 1987 gebaut. Die Brücke ist insgesamt 1195 m lang, 98 m über Tal, die größten Stützweite beträgt 150 m. Um die großen Feldweiten ohne Montagestützen überbrücken zu können wurde die Brücke taktgeschoben und mittels eines 58 m hohen Pylons während der Montage überspannt. Der Überbau ist ein einzelliger Hohlkasten mit einer 27 m breiten orthotropen Fahrbahn, ausgesteift durch im Abstand von 4,16 m bis 4,50 m angeordnete Querscheiben.

Unsere Leistung: Dimensionierung und Nachweis der Querscheiben des Hohlkastens

1984-1987

die heiße Phase des Infrastrukturaufbaus West

1992-1994

nach der Wende, Aufbau Ost

Talbrücke Wommen     

Südbauwerk: Reihengewölbe aus Sandstein – Quadermauerwerk mit Magerbetonüberschüttung und Stahlbetonfahrbahnplatte. Pfeiler, Widerlager und Flügelmauern aus Sandstein-Quadern und Stampfbeton. Widerlager flach, Pfeiler teils flach, teils mit Caissons gegründet und nach Setzungsschäden mit Pfählen ertüchtigt.

Nordbauwerk: Stahlbetonbogenreihe mit aufgeständerter Stahlbetonfahrbahnplatte, äußere Abmessungen und Sandsteinverblendung in Anlehnung an den Bestand des Südbauwerks. Stahlbetonhohlpfeiler und ‑widerlager mit Sandsteinverblendung. Widerlager flach, Pfeiler mit Pfahlkopfplatten auf Großbohrpfählen gegründet.

Unsere Leistung: Entwurf und Ausführungsplanung für die Ertüchtigung des Südbauwerks, Objektplanung und bautechnische Prüfung für den Neubau des Nordbauwerks

Theodor-Heuss-Brücke Wiesbaden

Umbau und Teilerneuerung in 3 Bauabschnitten unter ständiger Aufrechterhaltung des Verkehrs in beiden Fahrtrichtungen.

Im Zuge der Sanierung wurde die alte Aufständerung mit Betonfahrbahn durch eine leichte Konstruktion mit orthotroper Fahrbahnplatte ersetzt.

Austausch und Erneuerung der Bogenträger der beiden Randöffnungen mit Hilfe eines Schwimmkrans.

Unsere Leistung: Objekt- und Ausführungsplanung für die grundhafte Erneuerung, Nachweise für Montage- und Bauzustände

1992-1996

mal wieder etwas Regionales

1992-1996

hoch hinaus

Menara Kuala Lumpur Tower

In den Jahren 1992 bis 1996 entstand mit dem Bau des Kuala Lumpur Towers in Malaysia ein Turm, der mit 421,5 m Höhe 1996 die 4. Stelle in der Reihe derartiger Bauwerke einnahm.

Der Turmkopf besteht aus einer 8-geschossigen Kanzel in Verbundbauweise. Die Kanzel wird durch Segmente aus 32 stählernen Ring- und Radialträgern und 16 radialen Rahmen aus Walzprofilen gebildet. Die Decken bestehen aus Stahlbetonverbunddecken.

Auf dem Turmkopf steht der 86 m hohe Antennenträger als 4-wandige K-Fachwerkkonstruktion.

Unsere Leistung: Tragwerksentwurf, Ausführungs- und Montageplanung für die Kanzel und den Antennenträger

Lindencorso Berlin

11-geschossige Stahlbetonskelettkonstruktion bestehend aus 8 Vollgeschossen und 3 Untergeschossen. Ausbildung der WU-Konstruktion im Bereich der Untergeschosse als weiße Wanne. Deckenkonstruktion als Flachdecken. Horizontalaussteifung über durchgehende Aufzugs- und Treppenhauskerne sowie über die gegliederten Außenwandscheiben.

Unsere Leistung: Tragwerksentwurf und Ausführungsplanung

1994-2015

in bester Lage, Aufbau Ost

2006-2009

unser Beitrag zur Kultur

Bolshoi-Theater Moskau

Sanierung des Bolshoi-Theaters in Moskau. Erneuerung der Dachkonstruktion des Bühnenhauses mit integrierten Rollen- und Schnürbodenebenen (Obermaschinerie) sowie angehängten Galerien zur Aufnahme der Bühnentechnik.
Haupttragwerk Obermaschinerie aus Stahlfachwerkbindern mit Belagsträgern für Rollen- und Schnürbodenebenen, Lagerung über 2 Hauptbinder auf Verbundstützen mit Kalottenlager.
5 Galerieebenen seitlich des Bühnenhauses als Stahlkonstruktion mit Anschluss an die Binderkonstruktion. Glocken- und Orgelbinder mit Verbindungsgalerien für die Aufstellung von Glockenspiel und Orgel.

Unsere Leistung: Tragwerksentwurf und Ausführungsplanung

Hauptbahnhof Wiesbaden  

Erneuerung der Bahnsteighallen des Hauptbahnhofes Wiesbaden mit Gesamtabmessungen von 99×200 m.

Das 1906 errichtete Bauwerk steht unter Denkmalschutz. Entsprechende Anforderungen waren im Rahmen der Planung abzustimmen und zu berücksichtigen.

Im Zuge der Erneuerung wurde neben einer neuen Dachhaut und Dachentwässerung die gesamte Stahltragkonstruktion der Halle mit neuem Korrosionsschutz versehen und bereichsweise stahlbaumäßig ertüchtigt. Die aufgeständerten Dachreiter und Pfetten wurden erneuert und in der Dachfläche neu verglast.

Die Natursteinfassaden wurden überarbeitet und die Glasfassaden erneuert.

Alle Bauarbeiten wurden unter laufendem Betrieb durchgeführt. Für den Schutz der Reisenden und des Eisenbahnbetriebes wurde eine flächendeckende Gerüstplattform vorgesehen, die neben der notwendigen Arbeitsebene auch dem Wetter- und Personenschutz diente.

Unsere Leistung: Generalplanung, Objekt- und Tragwerksplanung

2009-2013

hier sind schon Fürsten abgestiegen – Denkmalschutz und Zahn der Zeit

2011-2013

Architektur-Highlight am Fuß der EZB

Osthafenbrücke Frankfurt am Main

Strombrücke als Netzwerkbogen-Verbundbrücke mit einer Stützweite von 175 m.

Das Tragwerk besteht aus zwei nach innen geneigten Stahlbögen mit an gekreuzten Hängern aufgehängten Versteifungsträgern. Die Betonfahrbahn liegt im Verbund mit dem stählernen Fahrbahnrost.

Die gekreuzten Hänger sind als vollverschlossene Spiralseile ausgeführt.

Unsere Leistung: Entwurfsprüfung, Bautechnische Prüfung für Montage- und Endzustand

Rheinbrücke Schierstein    

Bauwerke 1, 3 und 5 Stahlverbundbrücken mit Vollwandhauptträgern und Fachwerklängs- und –querträgern, Fahrbahn mit Quervorspannung. Bauwerke 2 und 4 Stahlbrücken mit orthotroper Fahrbahnplatte, Vollwandhauptträgern sowie Fachwerklängs- und -querträgern. Bauwerk 6 Spannbetonbrücke mit 2-stegigem Plattenbalken, Fahrbahn mit Quervorspannung.

Kastenwiderlager, Landstützen als Einzelstützen mit Kreisringquerschnitt und Strompfeiler als abgerundete Rechteckscheiben. Widerlager und Landstützen flach gegründet, Strompfeiler auf Caissons gegründet.

Seit 2013: Neubau mit 2 getrennten Richtungsfahrbahnen unter Aufrechterhaltung des Verkehrs und Abbruch der bestehenden Brücke.

Unsere Leistung: Nachrechnung, Tragfähigkeitsanalysen, Ertüchtigungen und Erneuerung der Fahrbahn, Lagerwechsel am Bestandsbauwerk, Mitglied der Prüfgemeinschaft: bautechnische Prüfung des Neubaus

2004-2020

Autobahnbrücke der A643 wird dem gestiegenen Verkehrsaufkommen angepasst